Blutende Nase und offene Knie

Mit den offenen Knien meine ich nicht mein operiertes Knie, das vor zwei Monaten eine Prothese bekam und mit dem ich mich jetzt zurück ins Sportleben kämpfe. Ich meine unsere aufgeschlagenen Knie beim ZfV.

Wie ihr Anfang des Jahres lesen konntet, haben wir im ersten Jahr unseres Start-ups durchaus den einen oder anderen Stolperstein übersehen, landeten auf der Nase und holten uns offene Knie. Bei einem jungen Unternehmen, das noch keine zwei Jahre auf dem Buckel hat, läuft schlicht nicht alles von Tag eins an nach Lehrbuch.

Umso dankbarer bin ich unseren Kundinnen und Kunden: Ihr habt uns trotz dieser Kinderkrankheiten euer Vertrauen geschenkt, seid uns treu geblieben und habt an uns geglaubt. Dass wir gerade im Rekrutierungsbereich so viele Aufträge übernehmen durften wie noch nie zuvor – weder früher bei Kampa Heier noch jetzt beim ZfV –, ist keine Selbstverständlichkeit. Dafür ein ehrliches und grosses Dankeschön.

Personell endlich stabil

Dass es bei uns dieses Jahr ruhiger wurde – nicht weil wir weniger Arbeit hatten, sondern weil die Hektik nachgelassen hat –, liegt vor allem an einem Punkt: Unser Team ist personell endlich stabil. Für mich bedeutet das konkret, dass Sieben-Tage-Wochen der Vergangenheit angehören und ich wieder in einen normalen Arbeitsalltag zurückfinde. Wenn „Normalität“ bei all den Ideen, die wir noch im Köcher haben, überhaupt das ist, was ich anstrebe.

Unsere Verstärkungen greifen:

  • Glück (Luc): Nach seinem halbjährigen Praktikum ein absoluter Glücksgriff. Als Romand verfeinert er nicht nur unsere KI-Übersetzungen ins Französische, sondern entlastet uns durch seine strukturierte, mitdenkende und kundenorientierte Art extrem.
  • Adi: Seit Anfang des Jahres dabei. Er arbeitet sich darauf hin, den Geschäftsbereich der Verbandsführung schrittweise zu übernehmen und mit seiner strategischen wie operativen Erfahrung weiter auszubauen.
  • Sina Kublik: Sie stärkt unsere Inhouse-Kompetenz im Finanzbereich genau an den richtigen Stellen.

Zusammen mit dem bewährten Kernteam um Nina, Rosmarie, Fiona und mich haben wir heute ein starkes Fundament. Wir sind auch vielseitiger geworden: Grafische Redesigns für Kunden setzen wir mittlerweile en passant mit um. Und Kuno sorgt auf unserem Blog regelmässig für frische Akzente neben den Texten, die ich schreibe (oder eben diktiere;-).

Dank an Wegbegleiter und Sparringpartner

Ein Start-up entwickelt sich nicht im luftleeren Raum. Es gab Wechsel im Team – sie waren notwendig, aber alle Beteiligten haben uns wichtige Rückmeldungen gegeben, ohne die wir heute nicht hier stünden. Danke an Simone, Isabel, Luki, Kathrin und Gabriela für die Begleitung.

Ein riesiges Dankeschön geht an Claudio, Annette und Ramona aus unserem Gestaltungsrat, die mir immer wieder als Sparringpartner den Kopf geradegerückt haben, sowie an Nina für ihren Einsatz als Mediatorin beziehungsweise Ombudsstelle.

Wenn ich an den Mobiliar-Workshop von vor knapp zwei Jahren zurückdenke, bei dem wir intensiv an Varianten eines zukunftsfähigen Dienstleisters für Non-Profit-Organisationen gefeilt haben, macht mich das stolz: Ein Grossteil davon ist heute umgesetzt oder befindet sich auf den letzten Metern.

Raus aus der Krabbelphase – mit dem richtigen Puffer

Die Pflaster sind ab, die Schürfwunden verheilt. Wir haben die Krabbelphase hinter uns gelassen und machen jetzt feste Schritte nach vorne. Wir haben freie Kapazitäten, Lust und Energie für das, was kommt.

Und wir haben inzwischen vorgesorgt: Wenn wir doch einmal an unsere Grenzen oder an den Anschlag unserer Ressourcen stossen, haben wir den in der Zwischenzeit aufgebauten Interimspool. Dieser füllt nicht nur für Non-Profit-Organisationen verlässlich personelle Lücken, sondern sorgt auch bei uns intern für den nötigen Ausgleich – damit wir selbst nicht im Burnout landen.

Blutende Nase und offene Knie
ZfV - Zentrum für Verbandsführung AG, Martin Diethelm 2 October 2026
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