Ein kurzes Interview mit Luc über Motivation, erste Erfahrungen und Lernmöglichkeiten beim ZfV. Seit Mitte Januar 2026 verstärkt er das Team als Praktikant. Zuvor hat er Wirtschaft in St. Gallen studiert und einen Master in Wirtschaftsphilosophie in Rotterdam abgeschlossen. Dort war er an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt und hat publiziert. Mit seinem Interesse an Strategiearbeit, Prozessen und Zusammenarbeit sowie Erfahrung aus der Vereinsarbeit bringt er analytische und zwischenmenschliche Kompetenzen mit. Im Gespräch mit Martin erzählt er, was ihn zum ZfV geführt hat und wie er seine ersten Wochen erlebt hat.
Warum bist du zum ZfV gekommen?
Ich interessiere mich sehr für Organisationsentwicklung – also dafür, wie Organisationen besser arbeiten und zusammenarbeiten können. Und in diesem Kontext wollte ich meine technischen und sozialen Fähigkeiten sinnvoll einbringen.
Zudem reizte mich die Vielfalt der Themen: Strategie, Prozesse, Zusammenarbeit, Technologie. Ich sah bei der kleinen Grösse des ZfV eine Chance, breitere Einblicke, eine direktere Projektbeteiligung und bei der Umsetzung mehr Flexibilität zu haben.
Was hat dir am ZfV schon vor dem Start gefallen?
Der sichtbare Professionalismus – besonders über Website und Leitsatz – und die Vielfalt der Tätigkeiten (Interim, Administration, Geschäftsführung, Weiterbildungen). Auch die Stellenbeschreibung passte sehr gut zu meinen Interessen. Da ich Vereins-Erfahrung habe, fand ich es spannend, Vereine nicht nur zu kennen, sondern sie künftig auch begleiten und verbessern zu können. Und: Ich wollte unbedingt auf Deutsch arbeiten.
Mit welchen Erwartungen bist du gestartet?
Ich wollte mich in Organisationsentwicklung weiterentwickeln, mein Wissen praktisch anwenden und schrittweise Verantwortung übernehmen – im Austausch und in Zusammenarbeit mit dem Team.
Wie waren deine ersten Tage?
Ziemlich intensiv. Wir kannten uns noch nicht, und es brauchte eine Phase des gegenseitigen Kennenlernens – besonders in der Kommunikation. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass viel Gestaltungsraum vorhanden ist. Das war herausfordernd, hat mich aber auch motiviert.
Woran hast du im ersten Monat gearbeitet?
Vor allem am Management von ASAM-SWL, dem Verband der Wanderleitenden: administrative Abläufe im System kennenlernen und zunehmend selbstständig übernehmen. Dazu kamen punktuell Forschungs- und Marketingthemen, strategische Austausche, Website-Arbeiten sowie Kurse, die ich selbst besuchen konnte, sowie ZfV-Kurse, bei deren Vorbereitung ich mitwirkte.
Was hat dich besonders geprägt?
Vor allem der Kurs in Zürich zur “Kollegialen Führung" und der ZfV-Kurs in Bern zum Thema “Einfluss nehmen und strategische Interessenvertretung” – sehr bereichernd. Auch das interne Projekt „Kommunikation und Missverständnisse“ ist für mich eine echte Lerngelegenheit, um Zusammenarbeit besser zu verstehen und zu verbessern. Zusätzlich habe ich viel durch Selbststudium und Empfehlungen gelernt.
Was hat dich überrascht?
Wie stark KI bereits zur Unterstützung der täglichen Arbeit eingesetzt wird.
Wie erlebst du die Teamzusammenarbeit?
Ein Work in Progress: Viele sind neu, Teamdynamik und gemeinsame Bezugspunkte entstehen erst. Gerade deshalb sehe ich viel Potenzial, jetzt gute Grundlagen für Kommunikation und Zusammenarbeit zu legen und engagiere mich dafür.
Fühlst du dich eingebunden?
Ja. Ich versuche, Aufgaben schnell zu verstehen, selbstständig umzusetzen und Eigeninitiative einzubringen – zum Beispiel in der Governance-Sitzung. Es motiviert mich, Aufgaben effizient umzusetzen und eigene Ideen einzubringen.
Was unterscheidet das ZfV von anderen Arbeitsumfeldern, in denen du bisher mitgewirkt hast?
Das ZfV ist klein, agil und noch in einer Phase des Aufbaus – dadurch offen für Neues. Es gibt wenige feste Strukturen und viel Freiheit. Durch die Homeoffice-Möglichkeiten findet ein Teil der Zusammenarbeit digital statt – was ich zwar verstehe, aber auch bedaure. Umso wichtiger ist es, bewusst Räume für den Austausch zu schaffen.
Was möchtest du noch lernen?
Prozesse verbessern, bessere Zusammenarbeit gestalten – und je nach Entwicklung auch beratend unterstützen, Kurse organisieren oder bei Interim-/Rekrutierungsprojekten mitwirken.
Dein Highlight bisher?
Ganz klar die Kurse – vor allem, weil ich dort Theorie und Praxis direkt verbinden konnte.
Worauf freust du dich als Nächstes?
Auf Projekte, über die wir früh gesprochen haben – z. B. die mögliche Automatisierung von Prozessen, sofern der Vorstand der finanziellen Investition zustimmt.
Drei Worte für den ersten Monat?
Überraschend. Erfahrungsreich. Herausfordernd (vor allem kommunikativ).
Wem würdest du das Praktikum empfehlen?
Menschen, die Eigeninitiative und Selbstständigkeit schätzen oder sich in Organisationsentwicklung entwickeln möchten.
Danke dir, Luc, für das Gespräch und deine Offenheit. Wir freuen uns sehr, dich im Team zu haben, und wünschen dir weiterhin eine neugierige, lehrreiche und inspirierende Zeit beim ZfV – mit viel Gestaltungsspielraum und Freude an der Zusammenarbeit.